Wähler entscheiden sich für die Partei der Vernunft

Am vergangenen Dienstagabend, dem 20. August, fand in Wittlich im Haus der Jugend die Veranstaltung „Rosa Sofa“ statt. Ziel war es, dem anwesenden Publikum ein Forum zur politischen Diskussion zu bieten. Eingeladen waren die Direktkandidaten der Parteien aus dem Wahlkreis Bitburg (203), die zur diesjährigen Bundestagswahl antreten. Für die Partei der Vernunft (PDV) war Rainer Hoffmann vor Ort. Gemeinsam wurden zunächst verschiedene Kernthemen diskutiert, zum Schluss stimmte das Publikum in einer Vorab-Wahl für die Parteien ab. Die Partei der Vernunft belegte mit Hoffmann dabei Platz 2, nach der SPD – und vor allen anderen etablierten Parteien.

Bei der von Hao Vu und Marcus Kreil moderierten Veranstaltung kamen nicht nur die Vertreter der etablierten Parteien wie CDU, SPD und Grüne zu Wort, sondern waren auch kleinere Parteien eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen und die Fragen des teils kritischen, aber gut informierten Publikums zu beantworten. Ein Schwerpunkt war das Thema „Jugendpolitik“. Die Frage, ob das Wahlrecht auf 16 Jahre herabgesetzt werden sollte, führte zu teils kontroversen Antworten. Die Aussage von Rainer Hoffmann (PDV) hierzu war eindeutig: Generell plädiert die PDV für mehr individuelle Freiheit, kombiniert mit
mehr Eigenverantwortung. Zusätzlich fordert die PDV eine Verlagerung von Entscheidungen auf die kommunale Ebene – das Wahlrecht mit 16 würde auch für die Jüngeren ein größeres Mitspracherecht bedeuten. Dass sie durchaus in der Lage sind, politische Entscheidungen zu treffen, zeigt sich in vielen anderen Bereichen. Grundsätzlich ist politische Kompetenz und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, nicht abhängig vom Alter des Menschen.

Auch das Thema „Faire Bildungschancen“ führte zu einer lebhaften Diskussion. Im Gegensatz zu den etablierten Parteien präsentierten die jungen Parteien keine „Standardrezepte“, sondern bezogen klar Stellung. Der aktuellen Politik wurde vorgeworfen, die Steuergelder für riesige Rettungspakete zu verschwenden. Geld, das dann letztendlich in allen anderen Bereichen fehle – somit auch im Bildungssystem. Doch auch die Probleme des Bildungssystems an sich wurden von Hoffmann angesprochen: Generell stellt neben der ungeheuren Verschwendung die Verstaatlichung der Bildung ein massives Problem dar. Eine weitere Flexibilität und Öffnung des Bildungssystems auch für private Anbieter würde den Vorteil der Konkurrenz zum staatlichen Bildungsmonopol bieten. Letztendlich könnten Eltern und Schüler so selbst entscheiden, welcher Bildungsweg jeweils der richtige ist. Zudem fördert die Konkurrenz auch die Qualität der Bildung.

Zum aktuell heiß diskutierten Thema „Überwachungsstaat“ gab es viel Kritik. Aufgezeigt wurde, dass regierende Politiker völlig mit der Situation überfordert sind. Und auch zur Tatsache, dass Geheimdienste, die von Steuergeldern bezahlt werden, um eigentlich den Bürger zu schützen, dessen Grundrechte mit Füßen treten – unter Duldung des Parlaments – wurde lauthals Unmut geäußert.

Hoffmann wurde konkret die Frage gestellt, wie sich das Statement „Weniger Staat“ mit dem Thema „Sozialstaat“ verträgt. Auf den ersten Blick wurde eine Diskrepanz vermutet, die Hoffmann aber widerlegen konnte. Er führte aus, dass der Staat grundsätzlich nur das Geld verteilen kann, dass er vorher den Bürgern abgenommen hat. Der Großteil dieses Gelds werde allerdings verschwendet oder für sinnlose Bürokratie verpulvert. Letztendlich komme nur ein sehr geringer Teil davon dort an, wo es wirklich benötigt wird. Wenn jedoch Steuern und Abgaben gesenkt würden, würde die Belastung des Einzelnen weitaus geringer ausfallen – und es gäbe wesentlich weniger Hilfsbedürftige.
Hoffmann verdeutlichte, dass der Staat auch hier wieder vorgibt, Probleme zu lösen, die er selbst maßgeblich verursacht.

Die Forderungen nach mehr Freiheit, dem Recht auf Selbstbestimmung und dem Schutz des Eigentums und der Privatsphäre der Partei der Vernunft, die Rainer Hoffmann vertrat, überzeugten den Großteil des Publikums: Im Nachgang der Diskussionsrunde wurde eine Art „Vorab-Wahl“ durchgeführt, bei der Hoffmann von den Anwesenden auf Platz 2 gewählt wurde.

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