Warum eine Frauenquote immer diskriminiert und niemals funktioniert

Eigentlich sind Quoten nix neues mehr, von der Migrantenquote bis zur Frauenquote wurde nahezu alles schon gefordert. Doch nun beginnen auch die etablierten Parteien die Auswirkungen einer solchen Quote zu spüren. Kaum ist in Sachsen-Anhalt die Wahl zu Ende kriselt es ausgerechnet in den Reihen der CDU, der Partei die mit Ursula von der Leyen erst kürzlich eine Frauenquote per Diktat einführen wollte. Grund ist, man ahnt es kaum, die Benachteiligung der Frau. Nun scheiterte jüngst ein Antrag innerhalb der CDU, möglichst 30 Prozent aller Funktionen an Frauen zu vergeben. Landeschef Weber kommentierte das Ganze mit der Bemerkung: "Bei sechs Frauen in der Fraktion kann man schlecht eine 30-Prozent-Quote durchsetzen." Da hat er aber auch Recht.

 

Von „Eierstockgehabe“ und „hormongesteuerten Frauen die man beruhigen müsse“ soll da die Rede gewesen sein seitens Innenminister Holger Stahlknecht und Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff. Während Stahlknecht dies schon, begründet mit „durchgegangenen Nerven“, bestätigte dementierte Haseloff und verwies darauf dass dies keinesfalls seine Ausdrucksweise sei.

 

Angesichts dessen was ein einziger Tag dieses Streits an Steuergeldern kostet kann man entweder laut lachen oder die Hände vors Gesicht schlagen, beides wäre legitim. Bei diesen Diskussionen geht es derzeit ausschließlich darum wer welchen gut dotierten Posten erhält, hierbei wird jedoch nur rumdiskutiert und nix produktives veranstaltet. Wobei es mir fern liegt zu behaupten dass dort, in welcher Konstellation auch immer, von den etablierten Parteien überhaupt etwas Produktives zu Stande käme.

93 Tage sind seit der Wahl vergangen und man ist sich nicht einmal über die Bildung der Landesregierung einig geworden. All die Zeit und all die Mühe nur wegen des Streits um eine Frauenquote.

 

Doch warum sind Quoten denn eigentlich so problematisch?

Quoten beschränken das Angebot. Stellen Sie sich vor Sie wären Arbeitgeber und hätten eine 20% Quote zu erfüllen. In ihrem Unternehmen ist diese Quote auch exakt erfüllt. Nun planen Sie 5 dringend benötigte Mitarbeiter einzustellen. Nach langer und mühsamer Suche bewerben sich 20 Leute, davon 2 Frauen. Nun sind diese 2 Frauen aber nicht unter den 5 besten und aussichtsreichen Bewerbern sondern unter den 10 Bewerbern mit den schlechtesten Ergebnissen. Was nun? Wenn Sie die 5 Besten einstellen können die Frauen klagen, nehmen Sie eine der Frauen haben sie zwar die Quote erfüllt aber dafür eine Angestellte mit niedriger Qualifikation die Sie nur durch eine andere Frau ersetzen können um nicht unter die gesetzliche Quote zu kommen. Stellen Sie niemanden ein kommen Sie mit den Aufträgen nicht hinterher und verprellen Kunden.

Die Quote wäre das gleiche wie wenn man Ihnen beim Einkauf vorschreiben würde das 20% ihres Einkaufs zwingend aus Obst bestehen müsse. Das klingt im Sinne der gesunden Ernährung erst einmal erstrebenswert, aber was wenn am Obststand alles leer oder in schlechter Qualität vorhanden ist?

 

Quoten führen stets dazu das nicht mehr der oder die Beste für den Job eingesetzt wird sondern das Leute bevorzugt werden die von Geburt anders sind, ganz gleich wie gut oder schlecht Sie die Arbeit erledigen. Wenn das bei Monarchen passiert finden das alle, vollkommen zu Recht, unfair. Geschieht es durch eine gesetzliche Frauenquote ist das, seltsamerweise, ein gewaltiger Schritt nach vorn. Es gibt ein Wort für diese Art der Benachteiligung es heißt „Diskriminierung“. Diskriminiert man privat ist dies strafbar, wenn von Staatswegen Diskriminiert wird ist dies natürlich etwas vollkommen anderes und es wäre nicht politisch korrekt dies zu kritisieren.

 

Geht es denn auch ohne Quote?

In einem freien Markt würde stets der Beste den Job kriegen, ganz egal ob er weiblich, männlich oder sächlich wäre. Auf Grund der massiven Steuersenkungen und dem damit einher gehenden Wirtschaftswachstum könnte es sich kein Unternehmen in einem freien Markt leisten seine Angestellten nach etwas anderem als ihrer Qualifikation zu beurteilen. Denn eines der Symptome eines freien Marktes ist nun mal Arbeitskräftemangel. Unternehmen die nach Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder sexueller Ausrichtung entscheiden, würden in einem freien Markt auf Dauer von der Konkurrenz verdrängt werden. In unserem heutigen System mit Arbeitsplatzmangel kann sich jeder Arbeitgeber die Perlen rauspicken und dabei noch auf Form und Farbe achten. In einem freien Markt sind die Perlen aber hart umkämpft und man kann froh sein wenn man eine Perle ergattert hat, gleich ob rund, oval, weiß oder beige.

Angebot und Nachfrage bestimmen in einem freien Markt den Preis und den Wert. Eine gleichbleibende Nachfrage durch Unternehmen vorausgesetzt, ist bei niedrigem Angebot an Arbeitskräften der Wert des Angestellten, und auch der Lohn den der Arbeitgeber zu zahlen bereit ist, hoch. Bei hohem Angebot an Arbeitskräften (durch massive Arbeitslosigkeit) ist der Wert für den Arbeitgeber und somit auch der Lohn den der Arbeitgeber zu zahlen bereit ist, niedrig.

 

Die Quote und das Grundgesetz.

In wie weit eine Quote, in Hinblick auf die daraus resultierende Diskriminierung, überhaupt mit Art 3 des Grundgesetzes vereinbar ist überlasse ich Ihrer Urteilskraft.

Art 3 GG
  1. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
  2. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

 

Die Partei der Vernunft ist grundsätzlich gegen gesetzlich vorgeschriebene Quoten.

Eine Beschneidung der Freiheit des Arbeitgebers, einzustellen wen er für Qualifiziert hält, ist langfristig gesehen wirtschaftlicher Selbstmord. Die Konkurrenzfähigkeit deutscher Unternehmen fiele sukzessive ins Bodenlose. Und damit auch die Löhne, die Anzahl der Arbeitsplätze, die Anzahl der Unternehmen und damit auch der Wohlstand den wir in unserem Land haben. Ein Teufelskreis!

Auch wenn sich einige Gruppierungen benachteiligt fühlen, und dies auch oftmals tatsächlich sind, so ist auch denen langfristig nicht geholfen. Zu Ende gedacht schadet eine solche Maßnahme nämlich allen Menschen.

 

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